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Uma Hora Atrás

Mein Auslandssemester in Portugal

Riesenwellen in Nazaré

Dieser Blogeintrag wird eher kurz aber ich möchte euch trotzdem auf dem Laufenden halten. Zusammen mit dem Erasmus Student Network (ESN) bin ich nach Nazaré und Obidos gefahren. In Nazaré kann man bis zu 20 m hohe Wellen beobachten. Diesmal waren wir natürlich nicht surfen, obwohl es auch einige Surfprofis gibt, die sich an diese hohen Wellen wagen. Die Surfer der Riesenwellen werden dann aber von einem Jetski gezogen, damit sie die richtige Geschwindigkeit erreichen. Außerdem sind sie wie auf einem Snowboard am Surfbrett verankert. Nun aber zurück zur eigentlichen Attraktion: den Wellen. An diesem Tag waren die Wellenn leider nicht ganz so hoch. Die außergewöhnlich großen Wellen entstehen weil dort kurz vor der Küste ein großer Canyon im Meeresgrund verläuft. Daher bilden sich große Unterschiede in der Wassertiefe. Außerdem sorgt die Strömung für zusätzlich gute Bedingungen zur Wellenbildung.

Vom Leuchtturm an der Küsten vor Nazaré konnte man die Wellen besonders gut beobachten.

Zum Mittag haben wir ein internationales Picknick gemacht. Es gab reichlich zu essen aus vielen Ländern. Darunter Italien, Frankreich, Tschechien, der Slowakei, Norwegen, Syrien, Malaysia, Spanien und Rumänien. Bei so viel Auswahl kann ich gar nicht sagen, was mir am besten geschmeckt hat. Sehr gut fand ich allerdngs selbstgebackenes Knäckebrot aus Norwegen. Ich selbst habe Quarkbrötchen mitgebracht.

Am Nachmittag haben wir noch das kleine Städtchen Obidos mit seiner verträumten Burg angeschaut.

 

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Ein Wochenende in Coimbra

Ich hatte ein langes Wochenende. Das habe ich ausgenutzt und bin nach Coimbra gefahren. Die Universität der Stadt Coimbra ist die älteste in Portugal und eine der ältesten in Europa.

Am ersten Tag habe ich Coimbra fernab von den Touristenpfaden kennen gelernt. Ich war auf der Suche nach einem Copyshop und einer Post, weil ich noch Dokumente für die Uni in Hannover drucken musste. In der Uni von Coimbra bin ich fündig geworden. Nicht im berühmten Hauptgebäude, sondern in einem "normalen" Nebengebäude. Zufällig habe ich einen schönen Innenhof mit einem kleinen Café dort gefunden und mir erstmal einen frischgepressten Orangensaft gegönnt.

Auf meiner Karte war ein Postbüro markiert. Daher habe ich mich direkt nach meiner kleinen Pause auf den Weg dorthin gemacht. Wieder bin ich auf einen wunderschönen Platz gestoßen, den Platz der Republik. Dort befinden sich viele Studenterestaurants und Bars. Auf meine Fraga "Wo ist hier die Post?" kam leider zurück: "Die Post wird gerade renoviert". Naja, so habe ich dann noch eine weitere Ecke der Stadt kennen gelernt, denn der angesprochene Passant konnte mir zum Glück den Weg zu einer offenen Postfilliale beschreiben. 

Abends habe ich mich durch die Leckereien der portugiesischen Küche probiert. Mittags habe ich ein Rissol de Marisco probiert. Das ist eine mit Meeresfrüchten gefüllte Teigtasche. Lecker, aber sehr fettig. Abends habe ich in dem Restaurant "Maria Portuguesa" gegessen. Dort gab es sogenannte Petiscos. Das ist die portugiesische Version von Tapas. Die Portionen dort waren allerdings größer als Tapas. Am besten hat mir der Kichererbsensalat mit Bacalhau geschmeckt. Das ist eine typische Vorspeise hier.

Natürlich habe ich mich dann am nächsten Tag doch nich auf die Touristenpfade begeben. Zuerst habe ich mir eines der vielen Klöster der Stadt angeschaut. Den restlichen Tag bin ich gemütlich durch die engen Gassen der Stadt geschlendert und habe mir mehrere Parks und den botanischen Garten angeschaut.

Zusammen mit Francis, einem Engländer, den ich im Hostel kennengelernt habe, habe ich am Sonntag noch die Universität besichtigt. Besonders die Universitätsbibliothek, die Biblioteca Joanina, ist sehr beeindruckend. Die Bücherregale dort sind auf zwei Ebenen verteilt. Die zweite Ebene ist durch ein "Varandim", einen schmalen Balkon, zugänglich. Dieser Varandim ist durch Holzsäulen abgestützt. Eigentlich sticht die Bibliothek durch ihre barocken Verziehrungen hervor. Aber mir ist besonders ein Detail aufgefallen. Die Säulen des Varandims sehen aus wie umgekehrte Pyramiden. Das heißt, dass das spitze Ende nach unten zeigt. Von Ferne sieht das nicht sehr stabil aus. Es ist bewundernswert, wie diese Holzkonstruktion so viele Jahre überstehen konnte. Leider durfte man in der Bibliothek keine Fotos machen. Unten seht ihr aber noch ein paar andere Fotos von meinem Ausflug.

   

 

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Viagem ao Porto

Porto ist nicht weit von Braga entfernt und mit dem Zug gut zu erreichen. Deshalb haben ich zusammen mit anderen Austausch-Studierenden einen Tagesausflug nach Porto gemacht. Schon der Bahnhof in Porto ist sehr beeindruckend. Am besten ihr schaut es euch auf den Fotos selber an:

Zuerst haben wir die Stadt zu Fuß erkundet. Von der Brücke Luis I. hat man einen fantastischen Blick auf die Stadt. Auf dem Fluss Douro sieht man die Boote, sogenannte Rebelos, fahren. Die Rebelos haben früher den Port-Wein transportiert, für den die Stadt bekannt ist.  Heute sind die Weinfässer auf den Booten zwar leer und nur für die Touristen aber der Anblick ist trotzdem schön.

Porto scheint mir eine sehr künstlerische Stadt zu sein. Überall spielen Straßenmusiker und viele Hauswände sind bemalt.

Mittags haben wir in einem Restaurant Prego gegessen. Prego ist ein mit Steak belegtes Brötchen. Heutzutage gibt es aber auch viele Abwandlungen. Ich habe mich für einen Prego mit dem Nationalfisch Bacalhau entschieden. Ich glaube hier in Portugal gibt es so viele Rezepte für Bacalhau, dass ich gar nicht alle probieren kann. Der Prego war jedenfalls sehr lecker.

Am Nachmittag haben wir noch einen geführte Stadttour durch Porto gemacht. Wir wurden zu der wohl schönsten McDonald's-Filliale geführt. Die Filliale im Herzen Portos wurde wegen Denkmalschutz nicht verändert. Ursprünglich war dort mal ein berühmtes Café, das Imperial. Ohne den Fremdenführer währe ich nicht auf die Idee gekommen, mir  McDonald's anzuschauen.

Außerdem wurden wir zu dem Geburtsort von Harry Potter geführt. Joane K. Rowling hat nämlich mal in Porto gelebt und ist dort auf die Idee für Harry Potter gekommen. In Porto gibt es auch eine Buchhandlung, deren Treppen sich zu bewegen scheinen. Angeblich hat J.K. Rowling sich auch davon inspirieren lassen. Bei meinem nächsten Ausflug nach Porto werde ich mir die Buchhandlung sicher auch von Innen anschauen. Auf dem Foto ist sie erstmal von außen zu sehen. Dieses Mal war dafür leider keine Zeit mehr.

Ich werde auf jeden Fall nocheinmal nach Porto fahren, denn bei meinem ersten Besuch habe ich sicher noch nicht alles sehen können.

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Surfen in Esposende

Surfen gibt es hier als Hochschulsport! Das habe ich natürlich gleich ausprobiert. Am Samstag bin ich zusammen mit einigen anderen Studenten sind wir nach Esposende, etwa eine halbe Stunde von Braga entfernt, gefahren. Die erste kleine Herausforderung war es, die Surfbretter an den Strand zu tragen. Die sind nämlich ganz schön unhandlich und wir mussten ein ganzes Stück den Strand entlang laufen. Immerhin waren wir danach schon warm. Das war auch wichtig, denn beim Surfen benutzt man nämlich jeden einzelnen Muskel. Besonders am Tag danach habe ich das zu spüren bekommen.

Danach haben wir gelernt, wie man auf dem Surfbrett aufsteht. Das ist am Anfang das schwierigste. Zuerst liegt man mit dem Bauch auf dem Brett.

Dann heißt es:

"See the wave, paddle"

Man muss paddeln, um die Geschwindigkeit der Welle zu erreichen. Danach folgen

"Three easy steps to stand on the board."

Die "einfachen" Schritte erfordern eine ganze Menge an Koordination. Zum Aufstehen werden die Hände auf Brusthöhe rechts und links neben dem Körper platziert. Dann drückt man sich nur mit den Armen hoch, wie beim heraufschauenden Hund im Yoga. Tja, jahrelange Yogapraxis nützt halt doch was. Von da aus muss man ein Bein nach dem anderen aufstellen. Nach einigen Trockenübungen am Strand ging es dann ins Wasser.

Bei den ersten Versuchen hatte ich das Gefühl, der nasse Wetsuit würde auf dem Brett festkleben und ich würde es niemals schaffen aufzustehen. In der Stunde danach bin ich unzählige Male ins Wasser gefallen. Am Ende des Kurses wurde es aber erstaunlicherweise besser und ich bin sogar mehrere Male auf dem Brett aufgestanden. Es ist schon ein tolles Gefühl auf den Wellen zu reiten, man bekommt richtig Geschwindigkeit.

Am nächsten Tag hatte ich Muskelkater in den Fußsohlen. Das kam wohl vom vielen Laufen im Sand und auf dem Meeresgrund. Das kannte ich bisher so auch noch nicht.

Ganz sicher werde ich noch weitere Surfstunden nehmen. Ich freue mich schon darauf.

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Die Tuna der UMinho

Diese Woche wurde ich von meinen Colegas gleich zweimal zu Auftritten von den Tunas der UMinho eingeladen. Die Tuna ist eine traditionelle studentische Musikgruppe. Vor allem in Portugal und Spanien sind Tunas sehr üblich. Die Mitglieder der Tuna spielen vor allem Guitarre, Ukulele oder Mandoline. Es gibt auch einige Perkussionsinstrumente und andere Saiteninstrumente. Außerdem werden die Vorführungen von Tänzern begleitet. Die UMinho hat mehrere solcher Musikgruppen. Einige gehören einem bestimmten Studiengang an. Manchmal gibt es Tunas, in denen nur Männer oder nur Frauen spielen. Auch die vorgetragenen Lieder sind sehr traditionell.

Am Dienstag und Mittwoch habe ich mir jeweils verschiedene Tunas der UMinho angeschaut. Die UMinho hat eine Uniform, die von einigen Studenten auch im Alltag getragen wird, auf jeden Fall aber bei Auftritten und besonderen Anlässen. Die Uniform hat einen Umhang. Jede Fakultät hat außerdem ihr eigenes Wappen und eigene Farben. Manchmal hat man das Gefühl man wäre in Hogwarts bei Harry Potter. Häufig wird der Umhang auch vorne geschlossen. Besonders wenn es morgens noch kälter ist, sieht man viele "Fledermäuse" über den Campus huschen.

 

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City Tour durch Braga

An meinem ersten Wochenende in Braga habe ich an einer City Tour durch Braga teilgenommen, die von der Uni organisiert wurde. Begonnen hat die Tour an der "Porta Nova". Zwei Bilder der "Porta Nova" seht ihr unten. Dies ist ein ehemaliges Stadttor von Braga. Das Tor selbst wurde aber schon vor langer Zeit entfernt, sodass nur noch der Bogen steht. Den Einwohnern von Braga wird deshalb sogar nachgesagt, dass sie die Türen immer offen stehen lassen. Auf das Haus, in dem ich wohne und auch auf die Uni trifft das sogar zu. Auch ist Braga inzwischen gewachsen, sodass auch vor dem Tor Häuser stehen. Wie fast überall hier haben die Häuser Kacheln. DIe roten Kacheln wie auf dem Bild sind aber eher selten, weil rot eine teure Farbe war.

Danach ging es weiter zu den anderen Sehenswürdigkeiten der Stadt. Auf die Figur auf dem Tor ist die heilige Braga, die Namensgeberin der Stadt. ist sehr katholisch geprägt und überall sind Symbole zu finden, die den Jakobsweg nach Santiago de Compostela markieren. Trotzdem ist Braga eine moderne und junge Stadt und war 2012 sogar europäische Hauptstadt der Jugend.

In Braga steht außerdem die älteste Kathedrale Portugals, die Sé Primacial. Hier hat schon der Heilige Markus von Braga gepredigt. Er hat auch die Namen für die Wochentage auf portugiesisch eingeführt. Im portugiesischen sind die Tage von Montag bis Freitag einfach durchnummeriert. Montag ist z.B. segunda-feira ( zweiter Tag, Sonntag, domingo gilt als erster Tag der Woche), Dienstag heißt terça-feira (dritter Tag) usw. In anderen romanischen Sprachen sind die Tage nach Himmelskörpern benannt, z.B. im Spanischen ist heißt Montag lunes von luna für Mond, martes von marte für Mars usw. Die Planeten stehen aber auch gleichzeitig für die römischen Götter. Das passte der katholischen Kirche nicht und deshalb wurden die Tage umbenannt.    

Danach sind wir noch zu einigen der vielen Paläste gegegangen. Unter anderem zum Palacio do Raio. Die Außenfassade des Palacio do Raio ist mit blauen Kacheln verziert. Einige nennen den Palast auch Casa do Mexicano, weil einer der Besitzer einmal einen Schnurrbart hatte und die Leute dachten, er käme aus Mexiko. Auf dem Bild daneben seht ihr die Rückseite des Paço do Largo. Ein Teil dieses Gebäudes gehört der Uni. Dort befindet sich ein Festsaal für besondere Anlässe.

 

Auf den folgenden Bildern seht ihr noch einige andere Eindrücke von Braga. es gibt eine sehr schönen Weg entlang eines Kanals, der durch Braga verläuft.

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Auf nach Braga

Gut, dass ich in Guimarães noch kein Zimmer gefunden habe. Ich werde die meisten meiner Kurse nämlich doch in Braga haben.

(Die, die sich nicht für Uni-Bürokratie interessieren, können diesen Absatz überspringen.) Nach dem Bologna-Prozess mit dem Bachelor- und Mastersystem sollte ja eigentlich alles harmonisiert und kompatibel sein. Aber dem ist nicht so. In Hannover gehört Biomedizintechnik zur Fakultät Maschinenbau. Hier sind Maschinenbau und Biomedizintechnik zwei verschiedene Fakultäten. Die Kooperation zwischen Leibniz Universität und der Universidade do Minho ist aber nur zwischen der Fakultät Maschinenbau in Hannover und der Fakultät Biomedizintechnik in Braga. Um es kurz zu machen, ich kann hier nur Kurse der Fakultät Biomedizintechnik belegen und die ist in Braga. Anders als in Deutschland, sind die Kurse hier immer an ein bestimmtes Semester im Curriculum gebunden. Deshalb ist es quasi unmöglich Kurse aus verschiedenen Jahrgängen zu wählen. Ich habe mich jetzt dafür entschieden, nur Kurse aus einem Jahrgang anzuwählen. Ärgerlich ist nur, dass der Eiertanz um die Anrechnung der Leistungen jetzt nochmal beginnt. EIn Trost: ich bin anscheinend nicht die einzige, der es so geht. Selbst einige Studenten von anderen Unis aus Portugal beklagen sich, dass die Kurse nicht kompatibel sind. Da gibt es also keinen Unterschied zu Deutschland.

In Braga habe ich immerhin schnell ein Zimmer gefunden. Schon am Samstag kann ich einziehen.

Trotz Zimmersuche und Chaos mit den Kursen, habe ich schon etwas vom Studentenleben hier in Portugal mitbekommen. Am Mittwoch gab es ein Abendessen unter dem Motto "Mão Direita (Rechte Hand)". Das ist eine Tradition hier. Während des Essens darf man den Becher nur mit der linken Hand berühren. Sonst muss man das ganze Glas auf einmal trinken. Es gab natürlich nur alkoholische Getränke. Und ich muss zugeben, dass ich mit dieser Veranstaltung nicht ganz so warm geworden bin.

Auch im Studentenleben merkt man die Gelassenheit der Portugiesen. Zwischen den Kursen wird viel Café getrunken. Und auf dem ganzen Campus sind Cafés und kleine Cafeterien verteilt. Frisch gepresster Orangensaft ist hier Standard. Das viele Warten hat den Vorteil, dass man viel Zeit zum Kritzeln und Skizzieren hat. Unten ein paar Ausschnitte aus meinem Reisetagebuch. Wahrscheinlich kann man nicht viel erkennen aber für mich sind die Erinnerungen viel intensiver wenn ich sie zeichne.

Am Freitag habe ich auch schon meine erste Vorlesung besucht. Die Kurse sind hier viel kleiner und persönlicher. Der Professor bestimmt außerdem den Termin für die Klausur selbst in Absprache mit den Studenten. Nach einer Vorlesung kann man ja noch nicht viel beurteilen aber in Deutschland fangen Vorlesungen meistens so an:

Professor in Deutschland: "Wir haben nur zwölf Termine. Das Programm ist straff und deshalb fangen wir heute sofort an. Vielleicht legen wir zwei Vorlesungen zusammen und Sie müssen das in Heimabeit nachholen."

Hier so:

Professor in Portugal: "Ich habe neun Wochen gezählt und festgestellt, dass wir viel Zeit haben. Außerdem glaube ich, wir haben nicht genug Stoff für zwei Klausuren. Deshalb schreiben wir nur eine (Hier werden in einigen Kursen zwei Klausuren geschrieben)."

Meine erste Vorlesung war deshalb auch viel kürzer. Die Zeit habe ich dann (ganz portugiesisch) mit einem Kommilitonen, Bernado, beim Kaffeetrinken verbracht. Er hat mir ein Café gezeigt, dass ein Tourist unter Garantie nicht gefunden hätte. In dem Studiengang bin ich dieses Semester die einzige Austauschstudentin. Das hat den Vorteil, dass ich auf jeden Fall nicht nur mit AustauschstudentInnen in Kontakt komme. So ist es auch viel einfacher, portugiesisch zu üben. Bei nächsten Mal gibt es versprochen mehr Fotos.

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Die ersten Tage an der Uni

Wie in Deutschland auch geht es in der ersten Woche des neuen Semesters noch etwas ruhiger zu. Alerdings sind die Portugiesen insgesamt viel langsamer als die Deutschen und auch viel entspannter. Ich habe kaum noch Kleingeld in meinem Portemonnaie, weil hier alles so günstig ist, dass man fast immer nur Cent-Beträge bezahlt. Ein guter Espresso (für Insider: mit einem Rancilio-Siebträgergerät gemacht) kostet gerade mal 50 Cent. Und die Leute drängeln hier nie, sodass man in Ruhe sein letztes Kleingeld zusammenkramen kann.

Die Woche hat mit einem Orientation Programme angefangen. Zur Begrüßung hat jeder einen Pasteis de Nata bekommen. Das ist eine süße Pastete mit einer Puddingfüllung aus Sahne. Außerdem haben wir eine Stadtrallye durch das historische Guimarães gemacht. Abends sind wir noch etwas trinken gegangen. DIe Portugiesen haben sich an dem Tag über das "kalte" Wetter beschwert. Trotzdem haben wir bis 19.00 Uhr abends draußen gesessen. Man brauchte zwar eine Jacke, aber es war absolut aushaltbar. Noch nicht einmal meine Füße sind abgefroren. 

Am Dienstag habe ich dann auch verstanden, warum sie alle über das Wetter am Tag vorher beschwert haben, denn am Nachmittag konnte man die Jacke schon ausziehen.

Das Zimmer, das ich mir angeschaut habe, war leider nichts. Ich muss wohl weiter suchen. Ansonsten gibt es momentan noch viel Organisatorisches für mich zu erledigen. Ich muss meinen Stundenplan zusammenstellen usw... Auch in Portugal gibt es Bürokratie. Unten ist noch ein Bild von der Einführungsveranstaltung und einige Fotos aus Guimarães Ansonsten habe ich noch nicht viele Fotos gemacht. Das werde ich aber in den nächsten Tagen nachholen.

  

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Ankunft in Guimarães

Meine Reise nach Portugal hat holprig begonnen und es war nicht wegen des schweren Koffers.

Samstagmorgen, 9 Uhr, alle Passagiere hatten das Flugzeug schon bestiegen. Der Pilot: "Wir müssen das System neu starten. Es wird gleich kurz dunkel weil wir die Lichter ausschalten und dann geht es los."

9.30 Uhr: "Wir warten noch auf die Freigabe vom Tower, wir haben unser Zeitfenster (Slot) verpasst"

9.45 Uhr: "Wir können gleich starten"

10.00 Uhr: "Irgendwas stimmt nicht. Wir warten auf einen Ingenieur, der muss aber erst herfliegen."

10.30 Uhr: "Wir nehmen ein anderes Flugzeug."

Nun ja, bis wir endlich im neuen Flieger saßen und gestartet sind (nach Warten auf Busse, auf den neuen Flieger und das neue Startfenster), war es schon 12.15. Die Verspätung war also länger als der eigentliche Flug. Bei so viel Verspätung hatte ich immerhin Zeit zum Kritzeln. Meine Zeitschrift hatte ich nämlich schon ganz schnell durchgelesen.

Flugzeug am Flughafen Hamburg Blick aus dem Hotel in Hamburg

Ich bin dann doch noch angekommen. Empfangen von der strahlenden Sonne, waren die Strapazen des Flugs sofort  vergessen. Mütze und Handschuhe kamen sofort in die Tasche. Ein vollbehangener Zitronenbaum, an dem ich auf dem Weg zum Hostel vorbei gekommen bin, sagt mir, dass es hier wohl insgesamt wärmer ist als in Deutschland ;).

Das Hostel ist sehr familiär. Momentan bin ich der einzige Gast. Nur die beiden Angestellten, Elena und José aus Spanien, sind da. Deshalb war mein Empfang dann doch spanischer als gedacht. Abends haben mich die beiden zum Tortillaessen in der Hostelküche eingeladen.

Trotz der frühlingshaften Temperaturen tagsüber, war es Nachts doch ganz schön kalt. Die Portugiesen haben nämlich keine Zentralheizung. Meine Wärmflasche hat mit gerettet. Und Tee mit selbstgeernteter Zitrone.

Am Sonntag war es noch sonniger als am Samstag. Mittags saßen sogar schon einige Leute draußen im Café. Zusammen mit Elena und José war ich im Museum und habe die Stadt ein bisschen erkundet.  Als ich die Zahnräder im Museum gesehen habe, dachte ich: "Hier bin ich richtig."

Guimarães ist eine mittelalterliche Stadt. Viele Häuser haben die typisch portugiesischen Kacheln (Azulejos) an der Fassade. Auf dem Foto habe ich die letzten Sonnenstrahlen des Tages eingefangen.

Ich habe auch schon die Pastéis de Bacalhau gegessen. Das sind Kroketten mit Kabeljau. Kabeljau ist sowas wie der Nationalfisch hier. Es gibt ihn in allen denkbaren Varianten. Von getrocknet, gekocht im Eintopf bis fangfrisch gegrillt.

Morgen, am Montag geht die Uni los. Ich bin schon gespannt auf die Veranstaltungen. Nachmittags werde ich mir ein Zimmer angucken und hoffe, dass ich dort dann dauerhaft bleiben kann, obwohl ich das Hostel auch sehr schön finde.

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Bald geht es los

Vor vier Jahren war ich in Neuseeland. Mein Blog von damals hieß "12 Hours Ahead", wegen der Zeitverschiebung. Nun habe ich meine Taschen wieder gepackt. Diesmal geht es für ein Auslandssemester nach Portugal. Die Zeitverschiebung von Deutschland nach Portugal beträgt nur eine Stunde. Deshalb heißt mein Blog "Uma Hora Atrás".

Ich fliege von Hamburg nach Porto. Von da aus geht es mit dem Bus nach Guimarães weiter. Ich verbringe noch eine Nacht in Hamburg, weit ich schon Samstagmorgen fliege. Ich reise mit einem Rucksack und Koffer. Hoffentlich ist der nicht zu schwer...

Rucksack und Koffer

 

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